Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

ich hoffe, auch Sie sind aus der Sommerpause erholt zurück.
Erholt hat sich die Negativpresse allerdings nicht. Weiterhin jagt eine
Hiobsbotschaft die nächste. Nachdem Corona mittlerweile ein mediales Schattendasein fristet, hat nicht die Klima-Krise, sondern die Energie-Krise die Schlagzeilen der Presse für sich erobert.
Schuld an allem soll die militärische Auseinandersetzung der
Ukraine mit Russland sein. Und während man auf Bundesebene
keine fossilen Energien aus Russland bestellen möchte und in der
westlichen und nahöstlichen Welt wenig erfolgreich nach Gas-Lieferanten sucht, zitiert die Welt am 22.08.2022 den
Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Robert Habeck:
„Wo unser Gas herkommt, ist nicht die Frage, sondern wie das Gas
ins Land kommt.“
Wird da vielleicht doch ein Hintertürchen für russische Lieferungen
offengehalten, um das nahende Unheil in letzter Sekunde
abzuwenden?
Neben den gestiegenen Lebensmittelpreisen und den wieder über
zwei Euro pro Liter liegenden Kraftstoffpreisen folgt jetzt eine
Erhöhung der Strom- und Gaspreise, die das Wohnen zum Luxus
machen wird. Dreht sich die Preisspirale so weiter, sind die
Nebenkosten bald höher als die Kaltmiete. Gegen das, was nun
droht, war Corona aus sozialwirtschaftlicher Sicht vermutlich ein
Kindergeburtstag.
Aus diesem Grund wünsche ich mir für uns alle eine Regierung, die es versteht, die negative und zum großen Teil selbstverursachte Entwicklung der letzten Monate schnellstmöglich zu beenden.

Den vielen Erstklässlern wünsche ich einen guten Start in einen
neuen und hoffentlich aufregenden Lebensabschnitt – und den
Eltern dabei eine große Portion Gelassenheit.
Bleiben Sie gesund, optimistisch und immer gut informiert.

Ihr Steve Schulz