Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

das Hin und Her zwischen Lockdown-Notbremse und mit Hoffnung verbundener Aufhebung desselben ist für uns alle eine extreme Belastung. Schaukel-Lockdown ist dafür nun der neue Begriff.

Unternehmer, Angestellte, Schüler, Eltern, Lehrer, kaum einer versteht das Konzept, das weder die Landes- noch die Bundesregierung zu kommunizieren imstande ist. Und viele fragen sich, ob es überhaupt ein Konzept gibt. Nachvollziehbar sind die Maßnahmen für die meisten ebensowenig. Vermutlich ein Grund dafür, warum sich immer noch viele dagegen sträuben, diesen zu folgen. Ganz oben auf der List des nicht nachvollziehbaren Maßnahmenkatalogs: die abendliche und nächtliche Ausgangssperre, die – wie viele andere Maßnahmen auch – von vielen Juristen als verfassungswidrig bezeichnet wird.

Nicht nur, dass viele nicht verstehen, warum sie abends nicht mehr spazieren gehen dürfen, nachdem sie sich fast den ganzen Tag lang in der Wohnung oder zumindest in geschlossenen Räumen aufhalten mussten. Auch die Ansteckungsgefahr sei nach jüngsten Untersuchungen von Aerosolforschern im Außenbereich fast Null – auch wenn das viele Politiker und Epidemiologen so nicht sehen (wollen).

Ein weiterer Coup der Landesregierung ist das Testen. Um den Schulbetrieb wieder teilweise aufnehmen zu können, sollen sich die Schüler zuhause selbst testen – weil es die Stadt und das Land nicht geschafft haben, die Test an den Schulen durchzuführen. Ich bin gespannt, wie viele Eltern sich selbst und ihre Kinder zuhause in Quarantäne stecken, sollte ein Testergebnis (des leider nicht  zuverlässigen Tests) mal positiv ausfallen.

Es ist schon merkwürdig, dass ein Land, das sich rühmt, intellektuell zu den führenden der Welt zu gehören, bei der Pndemiebekämpfung so hilflos daherkommt und planlos ist, während andere Länder vormachen, wie es funktionieren kann. Da bekommt der Begriff der  „Katastrophenstrategie“ doch gleich eine ganz andere Bedeutung.

Nachdem die meisten unserer Anzeigenkunden weiterhin ihre Geschäfte nicht für einen planbaren Zeitraum öffnen können und ihnen aufgrund der fehlenden Einnahmen die Mittel für Anzeigen in unserem Magazin fehlen, habe ich mich entschlossen (oder entschließen müssen) im April und wahrscheinlich auch im Mai 2021 nur jeweils eine Onlineausgabe zu veröffentlichen und die Präsenz auf den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook weiter auszubauen. Ebenso versuche ich die Zeit dafür zu nutzen, neue Anzeigen- und Kooperationspartner zu finden, damit Sie schnellstmöglich wieder eine gedruckte Version des POTSDAMER in den Händen halten können.

Sollten Sie sich zu dem ein oder anderen Artikel äußern oder uns über ein Thema informieren wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare auf Instagram und Facebook.

Bleiben Sie gut informiert und vor allem gesund.

Ihr Steve Schulz