Bürger und Vereine erneuern Handläufe zum Schutz der Uferzone

Schon einige Male musste der Termin verschoben werden, am 11. September dieses Jahres trafen sich nun etwa 30 Freiwillige, um gemeinsam mit der Waldjugend unter Aufsicht des Revierförsters, Uwe Pescchke, die kaum noch vorhandenen Holzhandläufe auf der Uferseite des Sacrower Sees zu erneuern.
Mit dabei waren engagierte Bürger, Mitglieder des Groß Glienicker Kreis e.V., des Angelvereins Hechtsprung, des Ortsbeirats und KInder der 5. Klasse der Berliner Peckwisch-Grundschule, die seit Jahren mit der Waldjugend zusammenarbeitet. Sogar die neue Uferwegbeauftragte, Elisabeth Hartleb, packte mit an.

Revierförster Uwe Peschke (l.) weist die Freiwilligen in ihre Aufagben ein.

Revierförster Uwe Peschke (l.) weist die Freiwilligen in ihre Aufagben ein. <br<Fotos: sts

 

Die Stämme müsen zuvor von ihrer Rinde befreit werden, um möglichst lange zu halten.

Gute 200 Meter neue Handläufe wurden aufgestellt. Sie sollen den Besuchern des Naturschutzgebietes signalisieren, dass die Uferzone nicht betreten werden soll – was in den letzten Jahren von vielen Tausend Badenden, Grillenden, Zeltenden, Angelnden, Hundehaltern und anderen ignoriert wurde. Die Folgen davon sind deutlich zu sehen. An unzähligen Stellen des Ufers ist die Vegetation zertsört, einige Tierarten sind bereits verschwunden.

Kinder und Erwachsene arbeiteten hand in Hand.

Um Material und Zeit zu sparen, wurden kleine Lücken gelassen. Diese könnten wieder andere dazu animieren, an das Ufer zu gehen, sagen manche. Peschke begegnet diesem Einwand klar: „Wer verbotener Weise an das Ufer möchte, kann auch unter den Handläufen zum Ufer gelangen. Die Handläufe sollen nur deutlich machen, dass das Ufer eine zu schützende Zone ist.“ Dennoch ist auch er der Meinung, dass die vielen Aktionen vor Ort nicht viel bringen, wenn die Stadt nicht endlich für die notwendigen regelmäßigen Kontrollen sorgt.
Einen großen Beitrag zum guten Gelingen der Aktion trug die Firma HORNBACH bei. Der Baumarkt aus Marquardt spendete viel Material und Spezialwerkzeug, um die Holzstämme fachgerecht bearbeiten zu können.

sts