Potsdam ist für Touristen heiß begehrt. Vor allem, wenn die Lockerungen einen Besuch der schönen Stadt wieder möglich machen. Viele kommen auch mit ihrem Wohnmobil. Für diese gab es in Potsdam aber in den letzten Jahren immer weniger Stellplätze. Das wird jetzt wieder anders.
In Marquardt soll ein neuer Wohnmobilstellplatz entstehen und in Bornstedt gibt es jetzt sogar einen, der eine öffentliche Wasser- und Abwasserstelle hat.

Lars Weigelt, Leon Troche, Matthias Weise und Uwe Adler (v.l.) an der Wasserstelle des Parkplatzes

Lars Weigelt, Leon Troche, Matthias Weise und Uwe Adler (v.l.) an der Wasserstelle des Parkplatzes.
Foto: sts

Die beiden Jungunternehmer Matthias Weise und Lars Weigelt pachteten Ende 2018 den Parkplatz von der Firma Semmelhaack, die diesen damals als Auflage für eine Baugenehmigung von Einfamilienhäusern bauen lassen musste. Dieser wurde dann von einer Firma kommerziell betrieben. Wegen mangelnden Erfolgs gab sie das Geschäft aber bald auf.
Weil die Stadtverwaltung befürchtete, dass auf der Fläche ein Campingplatz entstehen könnte, kamen Wiese und Weigelt mit ihren Anträgen für Strom und Wasser nicht weiter. In ihrer Verzweiflung wandten sie sich an Uwe Adler und Leon Troche (beide SPD).
„Dank der Unterstützung von Herrn Adler und Herrn Troche hat es endlich nach anderthalb Jahren Kampf mit der Verwaltung geklappt, dass wir hier für den Parkplatz die Genehmigung für Wasser und Abwasser erhalten haben“, sagt Wiese. „Wir haben lediglich bei der Verwaltung für mehr Akzeptanz dem Nutzungskonzept gegenüber werben müssen. Der Rest ging dann von ganz alleine und auf dem üblichen Dienstweg“, beschreibt Adler die Unterstützung.
„Wir haben den Parkplatz gepachtet, um die wachsende Nachfrage wieder bedienen zu können. Als nächstes brauchen wir dringend eine Genehmigung für einen Hauptanschluss für Strom“, so Weigelt.
„Auch die Stadt profitiert von dem Stellplatz, der ihr nicht nur Einnahmen sichert, sondern auch verhindert, dass die großen Wohnmobile die Innenstadt blockieren. Vor allem ist der Platz für die Touristen interessant, weil von hier alles gut mit dem ÖPNV zu erreichen ist“, nennt Troche weitere Vorteile.
Gewinne erwirtschaften die beiden Unternehmer mit dem Parkplatz noch nicht. Beide Parkplatzpächter gehen nebenbei noch einem geregelten Beruf nach und vermuten, dass der Parkplatz von beiden zusammen nie vollberuflich betrieben werden kann.

sts