Im Norden Potsdams ist die Errichtung einer großen Freiflächensolaranlage geplant, mit dem Projektnamen „Energiepark Satzkorn“. Dieser Energiepark soll auf Flächen westlich des Ortsteils Satzkorn und südlich der Dorflage von Kartzow im Ortsteil Fahrland entstehen. Zur Information für Anwohnerinnen und Anwohner bietet die Verwaltung gemeinsam mit dem Vorhabenträger EnBW Energie Baden-Württemberg AG am 25. Februar 2021 eine Bürgersprechstunde an.


Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, sagt: „Der geplante Solarpark kann einen bedeutenden Teil zur Erreichung der Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Potsdam beitragen. Zum Schutz des Klimas und Verringerung des CO2-Ausstoßes soll die Nutzung regenerativer Energie auch in Potsdam weiter ausgebaut werden.“
Entlang der Bahnstrecke bietet sich ein rund 76 Hektar großes Gelände für den Bau eines Solarparks mit etwa 65 Megawatt Leistung an. Umgerechnet entspricht dies rund 65,7 Millionen Kilowattstunden jährlich. Das deckt den Verbrauch von etwa 31.285 Zwei-Personen-Haushalten, die in Deutschland dem Durchschnitts-Haushalt entsprechen.
Um das Vorhaben planungsrechtlich zu ermöglichen, muss ein Bebauungsplan aufgestellt und die Darstellung des Flächennutzungsplans angepasst werden. In den hierfür vorgesehenen Bebauungsplan soll auch eine circa 1,5 Hektar umfassende Fläche für eine weitere Freiflächensolaranlage an der Landesstraße L204 (Gemarkung Marquardt) einbezogen werden.
Eine Versiegelung des Bodens soll nur in geringem Umfang stattfinden, die Höhe der Solarmodultische soll etwa drei Meter betragen. Momentan wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt und soll nach einem Betriebszeitraum von 30 Jahren wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Die befristete Nutzung und der anschließende Rückbau der Solaranlage wird durch die Landeshauptstadt Potsdam durch Verträge mit der Vorhabenträgerin sichergestellt.
Der geplante Solarpark wird auch am 18. März 2021 in der Sitzung des Satzkorner Ortsbeirats Thema sein.

LHP/Red.